Die Neugestaltung der Fenster

Nach einem kleinen Wettbewerb mit drei Künstlern haben wir uns für den Entwurf von Tobias Kammerer aus Rottweil entschieden. Die Ausführung hat das Glasstudio Derix in Taunusstein übernommen. Dem Konzept der gesamten neuen Fenster liegt das MICHAELSTHEMA zugrunde.

In den Obergadenfenstern im Kirchenschiff ist die Gestaltung zurückgenommen. Als gemeinsam übergreifendes Gestaltungselement dient die Darstellung von Symbolen im Randstreifen, die jeweils einen Aspekt aus dem Michaelswirken aufnehmen. Als ein Formprinzip, das sich durch alle Schiff-Fenster zieht, überschneiden sich vertikale Rechteckformen im mittleren Fensterteil. Die dunklere Fläche ragt in eine Rechteckform aus schlierigem Opalglas. Die Transparenz des Materials soll ein Zeichen sein für die Durchlässigkeit der Welten, von Diesseits und Jenseits.

Michael ist der Wächter des Himmels, der die Seelen über die Grenze von Leben und Tod geleitet. In den Obergadenfenstern dominiert das kühle, geistige Blau als Farbe für Michael, der Herr des Wassers, des Eises und des Winters ist.

Im ersten Fenster (entsprechend auf beiden Seiten des Kirchenschiffes) ist Michael als Herr des Wassers angedeutet. Das zweite Fenster zeigt Michael als Herrn des Eises und des Winters. Das dritte Fenster stellt Michael als Herrn der Luft und im vierten Fenster als Herrn der Ernte dar.

Höhepunkt des Michaelszyklusses sind die Chorraumfenster. Dort wird der Kampf des Schutzengels Michael mit der Finsternis dargestellt. Als Zeichen seiner Verbindung zu Christus, als dessen Begleiter und Helfer im Gericht, trägt er einen Kreuzstab als Signum Christi.

 

 

 

 

 

 

Die Fenster im Quer- und in den Seitenschiffen

Im Rahmen des Wiederaufbaus nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Rosetten im Querschiff von dem Bürener Künstler Elies in kräftigen und leuchtenden Farben gestaltet. In den “Schlüsselfenstern” der Seitenschiffe sind die Symbole für Christus, die Kirche, Maria, die Sakramente und Gebote dargestellt.